Der Fürst zu Ysenburg und Büdigungen und seine Beteiligten gründeten die Waechtersbacher Keramik im Jahre 1832. Die Waechtersbacher Keramik stellte in den Anfangsjahren von 1832 bis ca. 1845 überwiegend einfaches, weißes Gebrauchsgeschirr her.
In den 1850er Jahren wurden mit den ersten Kupfer-Umdruckverfahren anspruchsvollere Werke gefertigt. Als zum Ende des 19. Jahrhunderts die Fabrik unter der Führung von Max Roeseler im Historismus ihr erstes Highlight erreichte, verbesserte sich die Kapazität und Qualität der Arbeiten. Der hohe Maßstab in der Herstellung, der auch von vielen Konkurrenten imitiert wurde, begründet die besonders hochwertigen und technisch anspruchsvollen Werke.
Aufgrund des riesigen Erfolgs und die revolutionären Konzeptionen konnte sich das Unternehmen von Konkurrenten wie Villeroy & Boch deutlich distanzieren.
Die Fabrik wurde nach 173 Jahren, am 21. Januar 2005, in Familienbesitz an die BEFI GmbH in Wain bei Laupheim verkauft.
Turpin Rosenthal, ein Angehöriger der Rosenthal-Familie, übernahm im September 2006 die Waechtersbacher Keramik. Diese wird seither als Tochterfirma der Könitz Porzellan GmbH geführt.
Das Traditionsunternehmen feierte 2007 mit den außergewöhnlichen Effektglasuren sein 175-jähriges Firmenbestehen.
Noch heute stellt der Betrieb qualitative Keramik in den alten Fabrikgebäuden, in der sie sich 1838 niedergelassen hat, her.
In örtlichen Museen, wie beispielsweise im Lindenhof-Museum in Brachttal-Streitberg, im Brachttal-Museum in Brachttal-Spielberg und im Heimatmuseum Wächtersbach, werden etliche Ausstellungsstücke von Waechtersbach präsentiert.
Angegliedert an die Fabrik gibt es einen Fabrikverkauf und ein Werksmuseum, außerdem kann man die Neuheiten auf den Messen „Ambiente“ und „Tendence“ in Frankfurt/Main zu besichtigen. In der letzten großen Steingutmanufaktur in Deutschland sind auch Werksbesichtigungen ab 10 Personen nach vorheriger Vereinbarung möglich.
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