Die Königliche Porzellan-Manufaktur, gegründet am 19. September 1763, beruht auf Friedrich dem Großen. Bis heute ist am historischen Standort das über Generationen ausgereifte Handwerk einer innovativen Manufaktur erhalten. Das Firmensignet ist ein kobaltblaues Zepter, welches auf jedes Exemplar gestempelt (vor 1837 gemalt) wird. Alle bemalten Exemplare der KPM werden von den Malerinnen und Malern handsigniert. Am Anfang setzte die Marke aus einem Zepter zusammen und war in Blau auf weißem oder in Braun auf bemaltem Porzellan aufgetragen. Da die Marke allerdings gefälscht wurde, ergänzte man seit 1835 die Zeichen K.P.M. Seit 1844 vervollständige man diese Zeichen wiederum mit dem königlich preußischen Adler.
Die KPM hat im Laufe ihrer Geschichte zahllose Geschirrformen und figurativem Porzellan gefertigt. Diverse Formen werden seit mehr als 200 Jahren überwiegend gleichbleibend hergestellt. Chefmodelleur Friedrich Elias Meyer konstruierte für das Breslauer Stadtschloss die Form Antikzierath. Die Form Kurland ist die erste streng klassizistische Form der KPM. Johann Karl Friedrich Riese entwarf sie. Die Teller sind überwiegend glatt und an den Rändern der Fahne mit Eierstab, Tuchgehängen und Perlenstab geschmückt.
Bis heute effektivste Designs der 1930er Jahre sind Urbino, Urania und Arkadia. Das Design von „Arkadia“ entsprach Trude Petri und wurde anfangs nur als Teeservice zum 175. Jubiläum der KPM kreiert. Die Medaillons allerdings entwarf Siegmund Schütz. Das Teeservice „Urania“ hat die gleiche Gestalt wie das Service Arkadia. Beide wurden erst nach dem Krieg produziert. Die seit 1986 allerorts in Berlin angebrachten Berliner Gedenktafeln sind ebenso aus KPM-Porzellan hergestellt.
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